Klassenfahrt der 8.4 ins Ferienzentrum Schloss Dankern und nach Amsterdam – eine Nachlese - 15.04.2013 bis 19.04.2013

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Tag1: Das „Niedersachsenticket“ sorgte dafür, dass wir nicht so früh aufstehen mussten. Das kam den Langschläfern in der 8.4 sehr entgegen. Alle waren erfreulich pünktlich und in bester Laune. Der sonnige Sonntag (der 14.4.) und die Wettervorhersage ließen uns hoffen: Eine wetterstabile Woche mit ein bisschen Wind und viel Sonne lagen vor uns. Angenehm nach dieser langen Kälteperiode.

Ein kurzer Zugwechsel in Braunschweig und dann Durchfahren bis Rheine. Mittagspause bei M. D. und rein in den Regionalexpress Richtung Haren/Ems. Hier wurden wir mit einem Bus weiter transportiert. Die Hütten hatten Platz für je zwei Mädchen- und Jungengruppen. Alles sauber, mit Gasheizung, Küchenzeile und eigener Nasszelle (Dusche-WC). Nach dem Abendessen war Kennenlernen der Einrichtung angesagt.

Tag 2: Vormittags Freizeitangebot, Mittagessen im Restaurant, nachmittags Fahrrad anpassen, Luft aufpumpen und Probe fahren. Die Strecke geht entlang dem Haren-Rütenbrock-Kanal. Zuerst unter wunderschönen Alleebäumen und hinter der Autobahn parallel zur B 408 auf einem sicheren Radweg nach Ter Apel (Niederlande). Das war der Plan. Es ging eigentlich gut voran. Doch die Kondition einiger „Hollandfahrer“ erlaubte die Fahrt nur bis zum Ortsteil „Erika“. An der Kanalbrücke gab es Kettenprobleme, Gegenwind, Muskelschwäche. Es gab somit viele Gründe um zu schwächeln. Das Klassenfoto auf der emsländischen Kanalbrücke schafften wir gerade noch. Sehr verdächtig machten sich aber die schwachen „Rennfahrer“ auf der Rückfahrt nach Dankern. Und der Rückenwind allein konnte nicht die Erklärung sein. Trotzdem waren fast alle zufrieden mit ihrer Leistung. Schade war es trotzdem: Nur knapp 3,5 km haben gefehlt bis zum Ziel.

Tag 3: Früh aufstehen, früh frühstücken, früh Richtung Amsterdam. Darauf haben schon alle gewartet. Schon weit vor der Hauptstadt der Niederlande wiesen uns Wegweiser über der Autobahn den Weg ins Zentrum. Der patente Fahrer half uns beim Kauf der Karten für das Schiff, sodass wir nach zehn Minuten schon am Amsterdamer Bahnhof zur Hafen- und Grachtenfahrt starten konnten. Das genau 400 Jahre alte Grachtensystem (also von 1613) führte uns auf dem Wasser durch einen großen Teil der Altstadt von Amsterdam. Vorbei ging es auch am Anne-Frank-Museum, vor dem jetzt schon viele Besucher Schlange standen.

Das Schicksal dieses jüdischen Kindes, das sich mit Eltern und Schwester in einem Amsterdamer Hinterhaus ca. 2 Jahre vor den Nazis versteckte (1942-1944), wird jährlich von fast 1,2 Millionen am Originalschauplatz verfolgt. Das Versteck wurde verraten und Anne Frank erst nach Auschwitz transportiert. Die Nazis verschoben sie dann wieder nach Norddeutschland ins KZ. Anne Frank starb wie ihre Schwester kurz vor der Befreiung durch die Britischen Soldaten im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Der einzig Überlebende war der Vater von Anne Frank. Er entschloss sich zur Veröffentlichung der Gedanken, die die Vierzehnjährige als Tagebuch aufschrieb. Dieses Schicksal steht stellvertretend für den menschenverachtenden nationalsozialistischen Völkermord an über 6 Millionen Juden.

Nach der Grachtenfahrt ging es zum „Dam“, dem zentralen Platz vor dem königlichen Palast und neben der Nieuwe Kerk, die wegen der Vorbereitung der Krönungsfeierlichkeiten von Königin Beatrix und ihrem Sohn Willem-Alexander gesperrt war. Nach der Mittagsfreizeit und dem obligatorischen Klassenfoto am Denkmal für die Toten des Zweiten Weltkriegs ging es zur Westerkerk und ins Anne-Frank-Haus. Wir hatten „Internet-VIP-Karten“ und konnten an der Warteschlange vorbei das Haus besichtigen. Nach dem Museumsbesuch ging es zurück zum „Dam“. In der letzten Stunde Freizeit konnten Souvenirs besorgt werden.

Gemeinsam liefen wir die Straße „Damrak“ zum Bahnhof zurück, wo uns der Bus pünktlich abholte. Beim Kartenspielen war die Rückfahrt sehr kurzweilig. Zu „Hause“ angekommen ging es nach kurzer Abendfreizeit in die Nachtruhe.

Fazit 1: Wenn man „der 8.4“ etwas zutraut, klappt es:

Alle waren in Amsterdam pünktlich!!!

Tag 4: Heute Morgen waren wieder Aktivitäten im Freizeitpark angesagt. Frau Fahlbusch war Anlaufpunkt im Hüttendorf. Herr Jahn bot eine Wanderung um den Dankernsee an. Nach der sportlichen Leistung beim Radfahren kann man sich denken, wie „überlaufen“ das Laufangebot war. 3 zu 19 für … Die Seeläufer wurden durch eine entspannte Wanderung unter blauem Himmel belohnt. Eine tolle Landschaft. Sandstrände, Lagerfeuerstellen im Grün. Kleine Inseln im See. Eine riesige Sanddüne. Herrlich.

Das Mittagessen am Donnerstag wurde übereinstimmend als die beste Mahlzeit gekürt. Der einzige Kritikpunkt: Es gab beim Mittagessen, das übrigens serviert wurde, wieder nur ein großes Glas Apfelschorle, das im Preis „drin“ war. Bei allen anderen Mahlzeiten konnten wir, was Apfelschorle, Mineralwasser, Milch, Kakao, Kaffee betrifft, trinken, soviel wir wollten! Es gibt Schlimmeres!

Nach der Verdauungsmittagspause kam der Besuch im Hallen-Spaßbad mit drei verschiedenen Rutschen. Manchen war es zu kurz, manchen zu lang. Spaß hatten alle, die mit waren. Abends gab es das Abschlussreinigen und -packen sowie das Abschlussgespräch mit Kritik. Das Highlight war übereinstimmend der Besuch im Nachbarland im Westen: Amsterdam. Aber auch das Freizeitangebot vor Ort bekam viel Lob.

Tag 5: Abreise: Alle hatten offenbar verstanden, dass gute Pflege des Inventars in den Hütten und sorgfältiges Aufräumen und Reinigen der schnellen Hausübergabe dient. Keine Beanstandungen – Kautionsgeld (immerhin 300 € Bargeld) zurück. Busfahrt, Bahnfahrt, Umsteigen in Rheine, Umsteigen in Braunschweig. Mit vielen neuen Eindrücken gesund und pünktlich wieder zu Hause. Mir hat es gefallen.

Fazit 2: Es wäre schön gewesen, wenn alle mitgefahren wären. Na, vielleicht helfen die Erzählungen der Mitfahrer dabei, dafür zu sorgen, dass bei der Abschlussfahrt in der Zehnten alle mitfahren.

Jahn